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Nach Schalke-Einspruch: Entscheidung über Dzeko-Sperre gefallen

Edin Dzeko
Foto: IMAGO

Nach der Roten Karte gegen Hannover legte Schalke Einspruch gegen die Sperre von Edin Dzeko ein. Nun ist die Entscheidung gefallen – mit positivem Ausgang für die Königsblauen.


Der FC Schalke 04 hat im Fall Edin Dzeko tatsächlich einen Teilerfolg erzielt. Nach der Roten Karte im Spiel gegen Hannover 96 und der ursprünglich verhängten Zwei-Spiele-Sperre legten die Königsblauen Einspruch ein – mit Erfolg: Das DFB-Sportgericht reduzierte die Strafe nach mündlicher Verhandlung auf eine Partie.

Damit fehlt der Angreifer lediglich im anstehenden Topspiel bei Darmstadt 98, kann aber im darauffolgenden Spiel wieder eingreifen. Zusätzlich wurde eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro verhängt. Im Zentrum der Verhandlung stand die Bewertung der umstrittenen Szene aus der 52. Minute gegen Hannover.

Dzeko hatte beim Versuch, den Ball zu spielen, seinen Gegenspieler Husseyn Chakroun mit dem Fuß im Rippenbereich getroffen. Schiedsrichter Dr. Robin Braun entschied unmittelbar auf Platzverweis und erklärte später: „Er geht mit hohem Risiko und offener Sohle hinein und trifft den Gegenspieler mit dieser offenen Sohle im Rippenbereich.“

Schalke atmet auf: Nur ein Spiel Sperre für Dzeko

Doch im Rahmen der Verhandlung wurde die Situation differenzierter bewertet. Der vorsitzende Richter Stephan Oberholz sprach von einem „Sonderfall“ und kam zu dem Schluss, dass keine Rücksichtslosigkeit vorgelegen habe, sondern vielmehr eine „Ungeschicklichkeit“. Entsprechend wurde die Tat nicht mehr als rohes Spiel, sondern als unsportliches Verhalten eingeordnet.

Edin Dzeko
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Auch Schiedsrichter Braun zeigte sich offen für eine mildere Bewertung und räumte ein: „Eine Gelbe Karte wäre hier grundsätzlich auch vertretbar gewesen.“ Für Schalke ist die Entscheidung ein wichtiger Erfolg – sowohl sportlich als auch im Aufstiegskampf. Sportdirektor Youri Mulder hatte bereits unmittelbaosr nach dem Spiel deutlich gemacht: „Jeder, der mal Fußball gespielt hat, weiß, dass das keine Rote Karte ist.“

Nach der zunächst harten Entscheidung des DFB reagierte der Verein schnell und kündigte Einspruch an, da man die Sperre für überzogen hielt. Diese Einschätzung wurde nun zumindest teilweise bestätigt. Für Dzeko selbst bedeutet das Urteil, dass er nur kurzzeitig pausieren muss – und danach sowohl Schalke als auch der bosnischen Nationalmannschaft wieder zur Verfügung steht.