„Maximal bitter“: Schalke-Kapitän Karaman ärgert sich trotz Rekord

Nach dem 2:2 von Schalke 04 gegen Hannover 96 überwog bei Kapitän Kenan Karaman die Enttäuschung über zwei verlorene Punkte. Sein neuer Vereinsrekord in der 2. Bundesliga konnte ihn nach dem späten Ausgleich kaum trösten.
Der persönliche Rekord konnte Kenan Karaman an diesem Abend kaum aufmuntern. Nach dem 2:2 von Schalke 04 gegen Hannover 96 überwog beim Kapitän der Königsblauen vor allem der Frust über zwei verlorene Punkte.
Dabei hatte der Offensivspieler zunächst Grund zur Freude. Mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 erzielte Karaman sein 37. Tor für Schalke in der 2. Bundesliga und ist damit nun alleiniger Rekordtorschütze des Klubs in dieser Spielklasse. Doch die Freude darüber hielt sich in Grenzen. „Aber ganz ehrlich, ich hätte heute lieber die drei Punkte gehabt“, sagte der 32-Jährige nach der Partie gegenüber den Ruhr Nachrichten.
Schalke zeigte besonders in der ersten Halbzeit eine starke Leistung und kontrollierte das Spiel lange Zeit. Karaman lobte den Auftritt seiner Mannschaft ausdrücklich: „Wir hatten sie absolut unter Kontrolle, sie hatten fast gar nichts in der ersten Hälfte.“ Nach der Pause kippte die Partie jedoch. Auslöser war die Rote Karte gegen Torjäger Edin Dzeko, die das Spiel entscheidend veränderte. Hannover nutzte die Überzahl und kam in der Schlussphase noch zum Ausgleich – ein Nackenschlag für die Gastgeber.
Schalke-Kapitän Karaman kritisiert Rote Karte gegen Edin Dzeko
Entsprechend enttäuscht zeigte sich Karaman nach dem Abpfiff. „Wir hätten den Sieg verdient gehabt. Wir spielen eine super erste Hälfte, mit der Roten Karte verändert sich das komplette Spiel“, erklärte der Kapitän bei Sky. Der späte Gegentreffer sorgte deshalb für besonders großen Frust: „Es ist maximal bitter, dass wir am Ende noch den Ausgleich bekommen.“

Auch die Entscheidung des Schiedsrichters bei der Szene um Dzeko konnte Karaman nicht nachvollziehen. Für ihn wäre eine mildere Strafe angemessen gewesen. „Gelb wäre für mich angebracht gewesen, Edin sieht ihn nicht, ich finde, die Entscheidung ist zu hart“, sagte der Offensivspieler.
Trotz des Unentschiedens bleibt Schalke im engen Rennen um den Aufstieg weiterhin vorne dabei. Acht Spieltage vor Saisonende führen die Königsblauen die Tabelle an und steuern nun auf das nächste Topspiel zu – ausgerechnet beim direkten Verfolger Darmstadt.