Stimmen zum 2:2 gegen Hannover: „Wir waren in allen Belangen besser“

Lange sah der FC Schalke 04 im Top-Spiel gegen Hannover 96 wie der Sieger aus, verspielte in der Schlussphase in Unterzahl aber noch eine 2:0-Führung und musste sich letztlich mit einem 2:2 begnügen. Dementsprechend war die Enttäuschung über das Ergebnis nach Spielschluss groß, nicht zuletzt auch wegen einer eigentlich starken Leistung und einem harten Platzverweis für Edin Dzeko.
„Ich muss aufpassen, ich bin sehr emotional“, gab Miron Muslic bei Sky einen Einblick in seine Gefühlswelt und äußerte dann auch sein Unverständnis über die rote Karte für Dzeko: „Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl gibt man da nicht Rot. Kein Spieler von Hannover hat Rot gefordert. So massiv in ein Spiel einzugreifen – das war keine Rote Karte. Jeder, der mal Fußball gespielt hat, der kennt das. Er trifft ihn am Bauch.“
Gleichzeitig war Schalkes Trainer aber vollends einverstanden mit der Leistung seiner Mannschaft in Unterzahl: „Edin Dzeko hat einen unheimlichen Impact auf unser Spiel. Wir haben es aber auch ohne ihn super gemacht. Wir haben einen Gegner beherrscht, der höchste Ambitionen hat“, so Muslic, der gegenüber dem Reviersport den Auftritt seiner Schützlinge lobte: „Wir haben Hannover dominiert und überrollt. Wir waren in allen Belangen besser. Das ist so bitter, noch den Ausgleich kassiert zu haben. Wir können das leider nicht ändern. Aber ein Kompliment an die Mannschaft. Man hat in der ersten Halbzeit gesehen, wie stark wir sind. Diese Vorstellung verdient höchsten Respekt.“
Karius hadert und blickt auf Darmstadt
Kapitän Kenan Karaman bedauert den Ausfall Dzekos für mindestens das Spitzenspiel am nächsten Samstag beim SV Darmstadt 98 zwar, hat aber auch Vertrauen in die anderen Kollegen: „Wir müssen mal schauen, wie die Sperre ausfällt. Wir haben Spieler, die jetzt ihre Chance bekommen. Ich mache mir keinen Kopf, wenn die Mannschaft so auftritt wie gegen Hannover.“

Loris Karius, der beim 2:2-Ausgleich in der achten Minute der Nachspielzeit keine gute Figur abgab, konnte die finale Szene der Partie gegenüber dem kicker noch nicht final bewerten: „Am Ende fliegen die Dinger rein, wir können die Flanke nicht verteidigen. Ich versuche es noch, komme nicht hin, dann köpft er ihn rein. Ich weiß nicht, ob er ihn reinköpft, wenn ich nicht hingehe.“
Aus der Bahn werfen lassen will sich Karius von diesem Dämpfer aber nicht und richtet stattdessen den Blick schon nach vorne: „Das ist brutal auf so eine Weise. Trotzdem müssen wir wieder aufstehen, nächste Woche ist das nächste Topspiel.“