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Ist Schalke zu abhängig von Dzeko? Mulder kontert Kritiker

Edin Dzeko
Foto: IMAGO

Nach seiner starken Torserie ist Edin Dzeko bei Schalke 04 aktuell das große Thema. Doch Sportdirektor Youri Mulder wehrt sich gegen den Vorwurf, die Königsblauen seien zu abhängig vom Stürmer.


Beim FC Schalke 04 dreht sich derzeit vieles um einen Namen: Edin Dzeko. Der 39-Jährige hat seit seinem Einstieg großen Anteil daran, dass die Königsblauen im Aufstiegsrennen mitmischen. Zwischenzeitlich war sein Einsatz am Sonntag (13:30) gegen Hannover 96 wegen Rückenproblemen allerdings fraglich – und damit rückte sofort eine zentrale Frage in den Fokus: Kann Schalke auch ohne seinen Starstürmer erfolgreich sein?

Mittlerweile gibt es Entwarnung. Trainer Miron Muslic stellte auf der Pressekonferenz vor der Partie klar: „Edin hat gestern und heute alles mitgemacht. Er steht für das Spiel am Sonntag fit und gesund zur Verfügung.“ Die Zahlen zeigen trotzdem, wie wichtig der Bosnier für die Offensive ist. In sieben Spielen sammelte Dzeko fünf Tore und mehrere Vorlagen, insgesamt war er an einem Großteil der Schalker Treffer in der Rückrunde beteiligt. Besonders auffällig: Zieht man seine direkten Torbeteiligungen ab, hätten die Königsvlauen bislang keinen Sieg geholt.

Trotzdem will Sportdirektor Youri Mulder die Diskussion über eine mögliche Abhängigkeit nicht gelten lassen. „Ich finde, dass da ein bisschen übertrieben wird. Wir standen auch ohne ihn oben“, betonte der frühere Schalker Stürmer gegenüber den Ruhr Nachrichten und BILD. Tatsächlich sicherte sich der Revierclub bereits ohne Dzeko die Herbstmeisterschaft – damals vor allem dank einer starken Defensive.

Schalke im Aufstiegsrennen: Mit Dzeko Richtung Bundesliga?

Mulder verweist zudem darauf, dass der Kader mittlerweile breiter aufgestellt sei: „Und grundsätzlich sind wir in der Breite jetzt viel besser aufgestellt.“ Als mögliche Alternative im Angriff gilt Moussa Sylla, der zwar eine wechselhafte Saison erlebt, im vergangenen Jahr aber mit 16 Treffern Schalkes bester Torschütze war.

Edin Dzeko
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Die Bedeutung von Dzeko bleibt dennoch groß. Mehrfach griff der Routinier entscheidend ein, etwa bei der Aufholjagd gegen Kaiserslautern. Auch deshalb hoffen die Verantwortlichen, dass er seine starke Form auch gegen Hannover bestätigen kann. Mulder ist überzeugt, dass der Angreifer weiterhin alles investieren wird: „Er ist ambitioniert, gibt richtig Gas, denn er möchte mit Schalke etwas schaffen.“

Mit einem Sieg gegen Hannover könnten die Königsblauen im Aufstiegsrennen einen direkten Konkurrenten auf Distanz halten – und weiter Richtung Bundesliga marschieren.