Gutes S04-Omen! Diese Saison erinnert auffällig an den Aufstieg 2021/22

Eröffnungsspiel, Systemwechsel und Toptorjäger: Bei Schalke häufen sich die Parallelen zur Aufstiegssaison 2021/22.
Manchmal wiederholt sich die Geschichte – auch im Fußball. Nach 25 Spieltagen befindet sich Königsblau an der Tabellenspitze und auf Aufstiegskurs. Wer sich an den letzten Aufstieg erinnert, findet erstaunlich viele Parallelen, die als gutes Omen taugen könnten.
Schon der Auftakt passt ins Bild. 2021/22 eröffnete Schalke die Zweitliga-Saison zu Hause gegen den HSV, in dieser Spielzeit ging es im ersten Heimspiel direkt gegen Hertha BSC. Wieder ein Topname, wieder Saisoneröffnung auf Schalke. Damals wie heute erzielte ein Schalker Stürmer das erste Saisontor in Liga zwei. Einst war es Simon Terodde, diesmal Moussa Sylla.
Apropos Torjäger: 2021/22 hatte Schalke mit Terodde den besten Stürmer der Liga. Er erzielte 30 Tore und legte sieben Treffer auf. In dieser Saison wirkt Edin Dzeko in seinen bisherigen Auftritten ähnlich „zu groß“ für die 2. Bundesliga. In sieben Spielen kommt er bereits auf acht Torbeteiligungen.
Auch taktisch erinnert vieles an damals. In der Aufstiegssaison startete Schalke mit der Fünferkette und wechselte im Verlauf zur Viererkette. Genau diesen Weg geht man auch jetzt. Und wie schon 2021/22 ist die Defensive ein Schlüssel. Damals hatte Schalke mit 44 Gegentoren in 34 Spielen die viertbeste Abwehr, aktuell stellt der S04 mit nur 21 Gegentoren in 25 Spielen sogar mit Abstand die beste Defensive der Liga.
Knappenschmiede, Brustlöser-Sieg und Nürnberg: Die Déjà-vus werden mehr
2021/22 stach Malick Thiaw als junger Innenverteidiger heraus, in dieser Saison ist es Mertcan Ayhan, der mit seiner Entwicklung auffällt. Dazu passt auch ein emotionaler Wendepunkt: Damals schoss Schalke nach Rückrundenstart Aue mit 5:0 ab und kam in den Flow. Jetzt gab es den 5:3-Brustlöser gegen den nächsten Ostklub Magdeburg.
Sogar der Saisonendspurt hat eine Gemeinsamkeit: In beiden Spielzeiten geht es an einem der letzten beiden Spieltage nach Nürnberg ins Max-Morlock-Stadion. 2021/22 wurde Schalke dort am 34. Spieltag Meister, diesmal wäre am 33. Spieltag theoretisch erneut ein großes Kapitel möglich.

Natürlich ist nicht alles identisch. 2021/22 hatte Schalke nach 25 Spieltagen schon 49 Tore, jetzt sind es 35. Allerdings stand Schalke damals nach 25 Spieltagen nur auf Rang 6. Jetzt ist Königsblau seit dem 8. Spieltag auf einem direkten Aufstiegsplatz und braucht keinen irren Schlussspurt.
Wie damals folgen nach dem 25. Spieltag Duelle zu Hause gegen Hannover und auswärts in Darmstadt. 2021/22 gewann Schalke gegen Hannover 2:1 und in Darmstadt 5:2. Sollte sich diese Serie wiederholen, wäre das mehr als nur ein gutes Omen: Dann hätte Schalke einen ordentlichen Vorsprung, und dem Aufstieg dürfte kaum noch etwas im Wege stehen.