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Eklat nach Abpfiff: Ex-Schalke-Keeper Müller sieht plötzlich Rot

Marius Müller
Foto: IMAGO

Ein ehemaliger Torwart des FC Schalke sorgt derzeit in der Bundesliga für Schlagzeilen. Nach dem Spiel zwischen Wolfsburg und dem HSV sieht Marius Müller plötzlich die Rote Karte – obwohl er gar nicht auf dem Platz stand.


Beim VfL Wolfsburg spitzt sich die sportliche Krise weiter zu – und ausgerechnet ein früherer Profi des FC Schalke 04 geriet nach dem Spiel gegen den Hamburger SV unfreiwillig in den Mittelpunkt. Die Niedersachsen verloren am Samstag (7. März) vor heimischem Publikum mit 1:2 gegen den HSV und stecken damit weiter tief im Tabellenkeller der Bundesliga fest. Nach dem Abpfiff entlud sich der Frust auf dem Rasen der Volkswagen-Arena: Spieler beider Mannschaften gerieten aneinander, es bildete sich eine größere Rudelbildung.

Schiedsrichter Florian Exner griff ein und zeigte Wolfsburgs Ersatzkeeper Marius Müller die Rote Karte. Der Platzverweis sorgte für Verwunderung, denn der 32-Jährige hatte während der Partie gar nicht auf dem Feld gestanden. Für den Torhüter war es die erste Rote Karte seiner Profikarriere.

Kurios ist auch seine persönliche Statistik in dieser Saison: Müller kam bislang noch nicht zum Einsatz, da beim VfL Stammtorhüter Kamil Grabara den Vorzug erhält. Damit hat der Ersatzkeeper aktuell mehr Platzverweise als Pflichtspieleinsätze in dieser Spielzeit.

Müller: Vom Stammkeeper auf Schalke zur Bank in Wolfsburg

Am Sonntagmorgen gab der VfL Wolfsburg die Trennung von Cheftrainer Daniel Bauer bekannt, der das Amt erst im November 2025 übernommen hatte. Als neuer Trainer wurde wenig später Dieter Hecking präsentiert. Für Müller und seine Teamkollegen bedeutet das bereits den dritten Coach in dieser Saison.

Der Torhüter war im Sommer 2024 vom FC Schalke 04 nach Wolfsburg gewechselt. Rund 1,5 Millionen Euro Ablöse soll der Bundesligist damals gezahlt haben. Zuvor hatte Müller bei den Königsblauen eine wichtige Rolle gespielt. In der Saison 2023/24 stand er regelmäßig zwischen den Pfosten und trug mit stabilen Leistungen entscheidend dazu bei, dass Schalke den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga sichern konnte. „Das war das geilste Jahr, was ich erlebt habe, auch wenn wir keinen Erfolg hatten“, schwärmte der Torhüter im April 2025 in einem Podcast über seine Schalke-Zeit.

Während Müller in Gelsenkirchen also noch eine zentrale Rolle spielte, ist seine Situation in Wolfsburg derzeit eine andere. Sportlich wartet er weiterhin auf seinen ersten Einsatz – und sorgt stattdessen ausgerechnet mit einer Roten Karte von der Ersatzbank für Schlagzeilen.