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Schalke-Talente mit schwerem Stand? Muslic erklärt seinen Kurs

Miron Muslic
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Nach zuletzt mehreren Spielen mit einer sehr erfahrenen Startelf geraten einige Schalke-Talente ins Hintertreffen. Trainer Miron Muslic erklärt, warum Spieler wie Mika Wallentowitz oder Zaid Tchibara derzeit nur wenig Einsatzzeit bekommen.


Beim FC Schalke spitzt sich die Saison zu. Zehn Spieltage vor Schluss kämpft der Klub um die Rückkehr in die Bundesliga – und Trainer Miron Muslic setzt in dieser entscheidenden Phase vor allem auf Erfahrung. Für einige Talente bedeutet das derzeit: viel Bank, wenig Spielzeit. Die aktuelle Stammformation der Königsblauen bringt viel Routine mit. Profis wie Edin Dzeko, Kenan Karaman oder Dejan Ljubicic zählen zu den erfahrensten Kräften im Team und übernehmen Verantwortung auf dem Platz. Auch Torwart Kevin Müller gehört zu den älteren Spielern in der Startelf.

Während die Routiniers aktuell gesetzt sind, müssen sich einige Talente hinten anstellen. Spieler wie Zaid Tchibara, Mika Wallentowitz, Max Grüger oder Mertcan Ayhan kommen derzeit nur selten zum Einsatz. Gerade für junge Profis ist das eine schwierige Situation, denn Spielpraxis gilt als entscheidend für ihre Entwicklung.

Muslic sieht den Prozess jedoch differenziert. Für ihn geht es nicht nur um Minuten am Spieltag. „Sie sind sehr jung und im Entwicklungsprozess. Das findet nicht immer nur am Spieltag statt, sondern auch in der Woche davor. Sie müssen sich täglich beweisen“, betonte der Schalke-Coach auf der Pressekonferenz vor der Partie am Freitagabend (18:30 Uhr) gegen Arminia Bielefeld. Besonders wichtig seien dabei „Fokus, Einstellung und Disziplin“.

Schalke-Talente unter Druck: Neuzugänge verändern die Hierarchie

Ein Grund für die aktuelle Hierarchie im Kader ist auch der Winter. Schalke hat personell nachgelegt, mehrere Neuzugänge haben sich schnell in der Mannschaft etabliert. Dadurch ist der Konkurrenzkampf deutlich intensiver geworden. Muslic weiß, dass gerade junge Spieler darunter leiden können. „Dass es durch die Kaderveränderungen im Winter nicht einfach für Wallentowitz und Co. sei, ist auch klar“, erklärt er und ergänzt: „Solche Phasen gehören dazu.“

Mertcan Ayhan
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Hinzu kommt, dass einige Talente zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen hatten oder erst wieder Spielrhythmus aufbauen müssen. Gleichzeitig haben erfahrene Spieler aktuell einen guten Lauf – ein Faktor, der in der entscheidenden Saisonphase für Stabilität sorgen soll.

Der Trainer steht damit vor einer schwierigen Balance. Einerseits soll die Mannschaft sportlich erfolgreich bleiben und den möglichen Aufstieg sichern. Andererseits braucht der Klub auch die Entwicklung seiner Nachwuchsspieler. Schließlich gehören sie langfristig zur sportlichen und wirtschaftlichen Zukunft der Schalker.