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Enthüllt: Warum Schalkes starker Transfer-Winter nie geplant war

Maximilian Lüftl, Edin Dzeko und Youri Mulder
Foto: IMAGO

Obwohl Schalke eigentlich kaum Veränderungen im Winter vornehmen wollte, entwickelte sich das Transferfenster zu einer überraschenden Großbaustelle. Maximilian Lüftl erklärt, warum plötzlich alles ganz schnell gehen musste.


Dass der FC Schalke 04 im Winter gleich fünf Neuzugänge präsentierte und ebenso viele Abgänge verzeichnete, war intern ursprünglich so nicht vorgesehen. Der neue Kaderplaner Maximilian Lüftl gibt nun Einblicke in eine Transferphase, die deutlich turbulenter verlief als gedacht.

„Wir sind eigentlich mit dem Plan, gar nicht viel verändern zu wollen, in diese Phase gegangen“, schilderte Lüftl gegenüber der WAZ. Am Ende standen mit Edin Dzeko, Dejan Ljubicic, Adil Aouchiche, Moussa Ndiaye und Kevin Müller gleich fünf Verpflichtungen – ein deutliches Signal im Aufstiegsrennen. Vor allem der Deal mit Adil Aouchiche entwickelte sich kurzfristig. Der Franzose war beim AFC Sunderland auf der Streichliste, sein Leihgeschäft beim FC Aberdeen wurde vorzeitig beendet.

Für Schalke öffnete sich damit ein unerwartetes Zeitfenster. „Da kann man noch so gut vorbereitet sein, manche Dinge ergeben sich ganz spontan und dann gilt es, schnell zu handeln“, erklärte Lüftl rückblickend. Gerade bei Aouchiche zahlte sich das Netzwerk des 31-Jährigen aus. Der frühere Chefscout von Hannover 96 kannte den Mittelfeldspieler bereits aus früheren Beobachtungen. „Wenn man einen Spieler länger kennt, hilft das ungemein“, betonte er.

Sommer-Transferfenster: Schalke plant für Bundesliga und 2. Liga

Während Dejan Ljubicic schon vor Lüftls Amtsantritt auf der Schalker Liste stand, führte der neue Kaderplaner die entscheidenden Gespräche selbst und brachte den Transfer maßgeblich voran.

Youri Mulder und Maximilian Lüftl
Foto: IMAGO

Auffällig ist Lüftls analytischer Ansatz. Anders als sein Vorgänger setzt er stärker auf Datenanalyse in Kombination mit klassischer Beobachtung. „Ein Großteil der Arbeit ist das Videoscreening, man muss die Spieler gut kennen“, erklärte er. Dennoch bleibe Fußball ein Geschäft mit Menschen: „Doch am Ende sprechen wir über Menschen. Trotz gewisser Parameter ist der Charakter für die Kabine mindestens ebenso wichtig.“

Nach der intensiven Winterphase richtet sich der Blick bereits auf den Sommer. Schalke plant zweigleisig – für ein Szenario in der Bundesliga und eines in der 2. Liga. Zudem soll der Scouting-Fokus laut WAZ wieder stärker auf Deutschland und das angrenzende Ausland gelegt werden. Fest steht: Aus einem eigentlich ruhigen Winter wurde ein Umbruch mit Signalwirkung. Und der trägt deutlich die Handschrift von Maximilian Lüftl.