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Zu gut für Schalke? Warum Aouchiche trotzdem kam

Adil Aouchiche
Foto: IMAGO

Nach einer überraschenden Wende auf dem Transfermarkt sicherte sich der FC Schalke 04 Adil Aouchiche ablösefrei. Intern galt der Franzose zuvor sogar als zu gut und zu teuer.


Als FC Schalke 04 im Winter personell nachrüstete, galt das Hauptaugenmerk der Offensive. Mehrere Neuzugänge sollten dem Zweitliga-Spitzenreiter zusätzliche Qualität verleihen – doch ausgerechnet einer von ihnen war intern zunächst durchs Raster gefallen, wie die WAZ berichtet.

Die Rede ist von Adil Aouchiche. Der 23-Jährige passte laut dem vereinseigenen Analyse-Tool „StatsLibuda“ nahezu perfekt zur Spielidee der Königsblauen. Mehr als 95 von 99 möglichen Punkten beim sogenannten Schalke-DNA-Wert – ein Spitzenwert. Und doch galt er als unerreichbar, weil zu teuer.

Zudem stand Aouchiche beim AFC Sunderland unter Vertrag und war in der Hinrunde an den Aberdeen FC ausgeliehen. Dort sammelte er sogar internationale Erfahrung in der Conference League. Für Schalke schien der Franzose damit außer Reichweite.

Erst durch das Insiderwissen des neuen Kaderplaners Maximilian Lüftl ergab sich plötzlich eine Chance. Der frühere Chefscout von Hannover 96 wusste, dass Sunderland sein Leih-Kontingent gemäß FIFA-Regularien bereits ausgeschöpft hatte, aber dennoch einen weiteren Profi temporär abgeben wollte. Um das möglich zu machen, musste einer der bisherigen Leihspieler fest wechseln – die Wahl fiel auf Aouchiche.

Lüftls Schlüsselrolle beim Transfercoup von Aouchiche

Am Deadline Day öffnete sich damit kurzfristig ein Transferfenster für die Königsblauen. „Da kann man noch so gut vorbereitet sein, manche Dinge ergeben sich ganz spontan und dann gilt es, schnell zu handeln“, wird Lüftl zitiert. Schalke reagierte – und sicherte sich den technisch versierten Mittelfeldspieler sogar ablösefrei. Sein Vertrag läuft zunächst bis 2027.

Adil Aouchiche
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Wie die WAZ weiter berichtet, enthält das Arbeitspapier zudem eine Einsatzklausel: Kommt Aouchiche in der Saison 2026/27 auf mindestens 22 Pflichtspieleinsätze, verlängert sich der Kontrakt automatisch um zwei Jahre bis 2029.

Der Fall Aouchiche zeigt damit exemplarisch, wie wichtig neben Daten auch Timing, Netzwerk und Entscheidungsfreude sind. Ein Spieler, der intern als zu gut und zu teuer eingestuft wurde, ist nun ablösefrei in Gelsenkirchen gelandet – und hat mit drei Vorlagen in seinen ersten Partien bereits sportliche Argumente geliefert.