„Es ist unser Wohnzimmer“: Fürth sendet Kampfansage an Schalke und Dzeko

Edin Dzeko ist Schalkes gefährlichste Waffe – doch Gegner Fürth hat einen klaren Plan gegen den Torjäger. Trainer Heiko Vogel setzt auf defensive Geschlossenheit und mutigen Außenseiter-Fußball.
Tabellenführer Schalke 04 reist am Samstagabend (20:30 Uhr) als klarer Favorit zum Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth. Während die Königsblauen vom Aufstieg träumen, kämpft das „Kleeblatt“ ums sportliche Überleben. Doch Fürths Trainer Heiko Vogel gibt sich vor dem Duell betont selbstbewusst – und hat vor allem für Edin Dzeko einen klaren Plan.
Der Routinier hat seit seiner Verpflichtung sofort geliefert, kommt in fünf Einsätzen bereits auf sieben Scorerpunkte. Dennoch will Vogel den Fokus nicht ausschließlich auf den prominenten Neuzugang legen. „Ohne Edin Dzeko schmälern zu wollen, reduziere ich Schalke nicht auf Edin Dzeko. Das wird auch den anderen Spielern nicht gerecht“, erklärte der Fürther Coach auf der Pressekonferenz. Der Revierclub verfüge insgesamt über „außerordentliche individuelle Qualität, speziell auch nach dem Transferfenster“.
Trotzdem ist klar: Der Weg zu Punkten führt für Fürth auch über eine funktionierende Defensivstrategie gegen den Torjäger. Vogels Ansatz klingt simpel, verlangt aber höchste Disziplin: „An sich ist es relativ einfach, wie man Edin Dzeko verteidigt: nie im Eins-gegen-Eins, sondern immer im Verbund.“
Schalke muss in Fürth liefern: Erwartungsdruck beim Spitzenreiter
Komplett ausschalten lasse sich ein Spieler seiner Klasse ohnehin nicht. Entscheidend sei, „dass es maximal torungefährlich bleibt.“ Die Rollen vor der Partie sind eindeutig verteilt. Fürth geht als Tabellenletzter ins Spiel, Schalke als Spitzenreiter. Entsprechend formuliert Vogel die Ausgangslage pragmatisch: „Zu verlieren haben wir morgen nichts.“

Jeder erwarte schließlich, „dass Schalke beim Tabellenschlusslicht punkten muss“. Gerade daraus will der Coach Mut schöpfen. Seine Mannschaft solle die Partie „mit Freude und Genuss“ sowie „mit sehr viel Mut“ angehen. Für zusätzliche Brisanz sorgt die erwartete Fan-Kulisse.
Zahlreiche Anhänger der Königsblauen werden im ausverkauften Sportpark Ronhof erwartet. Doch Vogel will daraus kein Thema machen. „Wir wissen um unsere Fans im Stadion. Deren Support wird nicht untergehen“, betonte er – und schob kämpferisch hinterher: „Es ist unser Wohnzimmer!“ Ob Fürths Defensivplan gegen Schalke um Torjäger Dzeko tatsächlich aufgeht, wird sich am Samstagabend zeigen.