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Wie ein Tor des 1. FC Köln an zwei große Schalker erinnert

Ragnar Ache Kristoffer Lund 1. FC Köln
Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Ganz Fußball-Deutschland schwärmt vom Fallrückzieher-Tor von Ragnar Ache. Der gebürtige Frankfurter traf für seinen 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim mittels perfekt ausgeführtem „bicycle kick“, wie ein Fallrückzieher auf Englisch heißt. Das erinnert ein Medium gleich an zwei frühere Spieler des FC Schalke 04, die dieses Kunststück ebenfalls gerne zur Aufführung brachten.


In der 15. Minute des Spiels 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim war es, als Said El Mala von der rechten Seite in den gegnerischen Strafraum flankte. Dort hatte man Ragnar Ache so viel Raum gelassen, dass er recht befreit zu einem Fallrückzieher ansetzen konnte, den er perfekt ausführte und ins lange Eck zur 1:0-Führung einnetzte. Den herausragenden Treffer gibt es hier im Video zu sehen.

Zwar reichte es für die Kölner trotz dieses herausragenden Tores nicht zum Sieg. Am Ende stand ein 2:2 gegen die Hoffenheimer. Viele vermuten aber, dass Ragnar Ache mit diesem Tor gute Chancen darauf haben wird, das „Tor des Jahres“ 2026 in Deutschland erzielt zu haben.

Die Süddeutsche Zeitung veranlasste der Treffer zudem dazu, in einem launigen Rückblick auf den Spieltag an zwei Schalker zu erinnern, von denen einer gar „Mr. Fallrückzieher“ als Beinamen erhalten hatte, weil er so häufig auf diese Weise Tore erzielte.

Klaus Fischer immer noch Rekord-Torschütze des Jahres

So ist Klaus Fischer bis heute Rekordhalter bei der Zahl der „Tore des Jahres“. Dreimal gewann der langjährige Spieler von Schalke 04 diese Abstimmung – jedesmal war sein Treffer per Fallrückzieher erzielt worden. 1982 im WM-Halbfinale gegen Frankreich und 1977 im Länderspiel gegen die Schweiz tat er dies für die deutsche Nationalmannschaft.

1975 hatte er per Fallrückzieher für Schalke 04 in der Bundesliga getroffen, wie in diesem Video zu sehen ist.

Selbst etliche Jahre nach seinem Karriereende hatte Fischer im Aktuellen Sportstudio demonstriert, dass er auch im nicht mehr ganz jungen Alter immer noch zu Fallrückziehern in der Lage ist.

Vorbereitet hatte diese beim FC Schalke 04 häufig ein anderer großer Schalker, der jüngst erst seinen 70. Geburtstag feierte: Rüdiger Abramczik. Dass auch „Abi“ bei der Reminiszenz an Fischers viele Fallrückzieher erwähnt werden muss, hatte letzterer ebenfalls bei der SZ einleuchtend begründet: „Ohne eine gute Flanke kein Fallrückzieher, so einfach ist das!“