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Aufatmen nach Sieg in Kiel – Schalke zurück an der Spitze

Nikola Katic, Timo Becker und Hasan Kurucay
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Endlich wieder drei Punkte. Nach fünf Spielen ohne Sieg gewann der FC Schalke 04 mit 2:1 (2:0) bei Holstein Kiel. In einer rasanten Partie sorgten Karaman in der 16. Minute und Kurucay (29.) jeweils nach einem Eckball für die Führung. Zec verkürzte per Foulelfmeter (55.). Damit ist Königsblau wieder Tabellenführer in der 2. Bundesliga.


S04-Coach Muslic nahm im Vergleich zum 2:2 gegen Dresden zwei Wechsel in seiner Startelf vor. Kurucay rückte anstelle von Ayhan (Bank) in die Abwehrzentrale. Zudem erhielt Aouchiche im offensiven Mittelfeld den Vorzug vor Gomis (Bank).

Schalke begann die Partie engagiert und wählte den Weg nach vorne. Die Gastgeber sahen sich bereits am eigenen Strafraum Attacken der Knappen ausgesehen. Dzeko wurde als Zielspieler gesucht.

Trotz weniger Ballbesitz erarbeitete sich Kiel die erste große Chance des Spiels. Tolkin zog in der achten Minute aus gut zehn Metern ab. Karius riss die Fäuste hoch und wehrte den Schuss ab.

Die Königsblauen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken, sondern drückten die Störche weiter in deren eigene Hälfte. Der engagierte Auftritt zahlte sich nach 16 Minuten aus. Einen Eckstoß  von Aouchiche verlängerten Becker und Dzeko auf Karaman, der aus drei Metern zum 1:0 für S04 abstaubte.

Kiel tat sich weiterhin lange Zeit schwer, ein gefährliches Offensivspiel aufzuziehen. In der 26. Minute leitete der quirlige Tolkin eine Doppelchance ein. Auf der linken Seite vernaschte er Katic und bediente Kapralik, der vollkommen freistehend am blitzschnell reagierenden Karius scheiterte. Den Nachschuss setzte Kelati knapp am rechten Pfosten vorbei.

Dann waren wieder die Gäste am Zug. Aus spitzem Winkel zog Aouchiche ab. Krumrey wehrte jedoch ab (28.). Doch in der Folgeminute war der Kiel-Keeper machtlos, als Kurucay den Ball nach einer Ecke zum 2:0 über die Linie drückte.

Hasan Kurucay
Foto: Getty Images

Die Freude schien nur kurz zu halten, denn zwei Minuten später gelang den Norddeutschen der vermeintliche Anschlusstreffer. Harres traf mit dem Kopf, schubste im Zweikampf Kurucay zuvor zu Boden. Schiedsrichter Lechner entschied auf Foulspiel. Eine durchaus knifflige Entscheidung.

Die KSV Holstein arbeitete sich in die Begegnung hinein, besaß nun größere Spielanteile. Der Ball wollte jedoch nicht ins gegnerische Tor. Zec kam nach einer Tolkin-Ecke zum Kopfball, setzte anschließend den Abpraller von Karius neben den Kasten (39.).

Kiel kommt ran

Nach der Pause ersetzte Ayhan den angeschlagenen Becker.

Die Begegnung nahm sogleich Fahrt auf. Beide Mannschaften suchten die Offensive. Der Anschlusstreffer für die Hausherren fiel dann vom Punkt. Schallenberg brachte Therkelsen mit einem langen Bein zu Fall. Zec verlud Karius und verkürzte per Elfmeter zum 1:2 (55.).

Nun war wieder Königsblau am Zug. Karaman trat aus sieben Metern freistehend am Ball vorbei (65.). Statt des 3:1 für S04 hätte Kiel fast den Ausgleich erzielt. Therkelsen prüfte mit einem Flatterball aus 20 Metern Karius, der in die tiefstehende Sonne schaute und den Ball ein wenig glücklich zur Seite faustete (69.). Harres setzte einen Flachschuss am Tor vorbei (72.). Anschließend schlug Kurucay den Ball für den schon geschlagenen Karius von der Linie (74.).

Kiel warf in der Schlussphase alles nach vorn. Schalke hielt vehement dagegen und verteidigte seinen Strafraum – und den Vorsprung – mit großem Engagement.

Fazit: Eine abwechslungsreiche und offensiv ausgetragene Partie, in der Schalke zunächst mehr Durchschlagskraft entwickelte. Zwei Standardsituationen sorgten für die Führung, während Kiel den Ball nicht über die Linie brachte – auch dank eines stark reagierenden Karius. Die Begegnung blieb auch nach dem Seitenwechsel attraktiv. Kiel gelang lediglich der Anschlusstreffer, scheiterte jedoch in den Bemühungen um den Ausgleich am königsblauen Abwehrbollwerk.

S04: Karius – T. Becker (46. Ayhan), Katic, Kurucay, Ndiaye – Schallenberg – El-Faouzi, Aouchiche (84. Sánchez) – Ljubicic (79. Sylla), Karaman (84. Bachmann) – Dzeko

Kiel: Krumrey – Nekic, Zec, Ivezic (84. Müller), Tolkin – Meffert – Rosenboom (84. Niehoff), Kelati, Therkelsen – Kapralik (58. Jakupovic), Harres

Tore: 0:1 Karaman (16.), 0:2 Kurucay (29.), 1:2 Zec (55., Foulelfmeter)