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Stimmen zum 2:2 gegen Dresden: „Die Enttäuschung ist riesig“

Loris Karius
Foto: IMAGO

Als Edin Dzeko mit seinem zweiten Treffer in der 70. Minute auf 2:0 erhöhte und wenig später seinen Platz auf dem Spielfeld für Moussa Sylla räumte, sah alles nach einem Heimsieg des FC Schalke 04 gegen Dynamo Dresden aus. Mit zwei späten Gegentoren allerdings verspielten die Königsblauen den Dreier noch und sind nunmehr seit fünf Partien sieglos. Frust und Enttäuschung waren in den Interviews nach der Partie unverkennbar.


Loris Karius machte kein Geheimnis aus seinem Gemütszustand: „Die Enttäuschung über das Unentschieden ist riesig, eigentlich haben wir gerade in der zweiten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht“, so der Schlussmann, der beim Dresdner Ausgleichstreffer keine gute Figur abgab, seine Spielweise deshalb aber nicht umstellen will: „Bei der Ecke zum 2:2 ist es für uns Torhüter gefühlt jedes Mal eine Fifty-Fifty-Entscheidung, ob der Schiedsrichter pfeift. Ich bin trotzdem lieber ein Torwart, der rauskommt, statt auf der Linie zu kleben.“

Karaman und Muslic sehen auch Positives

Auch Kapitän Kenan Karaman haderte mit dem späten Verlust von zwei Punkten, insbesondere weil darauf Mitte der zweiten Hälfte wenig hindeutete: „Das Ergebnis ist sehr enttäuschend, ich ärgere mich total. Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit komplett im Griff und erzielen zwei hervorragende Tore. Das muss zu Hause eigentlich für drei Punkte reichen. Stattdessen lassen wir Dynamo unnötig wieder ins Spiel kommen.“

Karaman zog indes mit Blick auf die nächsten Wochen auch Positives aus der Partie: „Heute waren wir nach vorne wieder aktiver, auch die Neuzugänge haben sich hervorragend ins Spiel eingefügt. Wir hatten deutlich mehr Offensivaktionen und Torschüsse als zuletzt. Mit Edin haben wir einen Zielspieler, der die Bälle festmachen und ablegen kann.“

Trainer Miron Muslic widersprach seinen Schützlingen bei der Spielanalyse nicht, hob die Neuzugänge aber auch als Mutmacher hervor: „Das Ergebnis ist sehr schade für uns, vor allem, weil wir in der zweiten Halbzeit viele Dinge richtig gut gemacht haben und sehen konnten, was für Verstärkungen Dejan Ljubičić, Moussa Ndiaye und Adil Aouchiche für uns sind.“