„Das ist ein Witz“: Schalke wütet über nicht gegebenen Anschlusstreffer

Nach der 0:2-Niederlage im Revierderby beim VfL Bochum kocht bei Schalke 04 der Ärger hoch. Ein nicht gegebener Anschlusstreffer und weitere strittige Entscheidungen sorgen für heftige Kritik am Schiedsrichter.
Der Frust beim FC Schalke 04 sitzt nach dem Revierderby tief. Bei der 0:2-Niederlage beim VfL Bochum fühlten sich die Königsblauen mehrfach benachteiligt – vor allem wegen eines aberkannten Treffers kurz nach der Pause, der aus Schalker Sicht ein möglicher Wendepunkt gewesen wäre.
Bochum erwischte einen Blitzstart: Bereits nach 42 Sekunden traf Koji Miyoshi nach Vorarbeit von Gerrit Holtmann zur Führung. Schalke brauchte Zeit, kam dann besser ins Spiel, blieb offensiv aber zu harmlos. Kurz vor dem Seitenwechsel schlug der VfL erneut zu – wieder über Holtmann, diesmal vollendete Philipp Hofmann zum 2:0.
Nach der Pause erhöhte Schalke den Druck. In der 55. Minute jubelte der Gästeblock nach einer Ecke, doch Schiedsrichter Michael Bacher hatte bereits abgepfiffen. Aus seiner Sicht wurde Bochums Keeper Timo Horn von Nikola Katic regelwidrig behindert. Der Videoassistent griff nicht ein, da das Spiel vor dem Torabschluss unterbrochen war – sehr zum Ärger der Schalker.
Schalke-Keeper Karius kritisiert fehlende Linie der Schiedsrichter
Besonders deutlich wurde Torwart Loris Karius nach dem Abpfiff. „Das ist auch ein Witz für mich“, sagte der 32-Jährige gegenüber RUHR24 und monierte die fehlende Konsequenz in der Bewertung solcher Szenen. „Da gibt es mittlerweile gar keine Linie mehr.“ Karius forderte eine klare Haltung der Unparteiischen: „Die Schiedsrichter müssen sich da mal zusammensetzen. So geht es für mich nicht weiter.“
Auch in der Schlussphase blieb es turbulent. In der 76. Minute traf Kenan Karaman technisch stark, doch der Treffer wurde nach VAR-Eingriff wegen eines vorherigen Handspiels von Edin Dzeko zurückgenommen. Wenig später wurde auch auf der anderen Seite ein Tor aberkannt, ohne dass sich am Ergebnis noch etwas änderte.
Karaman selbst bewertete die strittigen Entscheidungen nüchterner. „Wir hatten vielleicht in der Vergangenheit in solchen Szenen auch mal Glück“, sagte der Kapitän und mahnte, den Blick nach vorn zu richten. Fakt bleibt: Schalke wartet nun seit vier Spielen auf einen Sieg. Der erhoffte Anschlusstreffer in Bochum hätte neuen Schwung bringen können – stattdessen überwog am Ende der Ärger.