Lieberknecht überrascht vor Schalke-Duell: „Hoffe, es wird ein ganz schlechtes Spiel von uns“

Torsten Lieberknecht (52) ist die Vorfreude anzumerken: „Die Fußballromantiker – und dazu gehöre ich auch – würden dieses Spiel gerne in der Bundesliga sehen.“ Die Rede ist selbstverständlich von der Begegnung zwischen dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Kaiserslautern. Am Sonntag (25. Januar, 13:30 Uhr) treffen beide Traditionsklubs im Spitzenduell der 2. Bundesliga aufeinander.
Im Mittelpunkt der Partie steht die mögliche Premiere von Schalkes Neuzugang Edin Džeko. Der 39 Jahre alte Super-Star verließ jüngst die AC Florenz und will seinen neuen Verein mit seinen Treffern in das Oberhaus zurückschießen. Die Rückkehr in die Bundesliga ist auch das Ziel der Roten Teufel. „Der Traum vieler Fußballromantiker ist es, diese beiden Klubs wieder in der ersten Liga zu sehen“, macht Lieberknecht da keine Ausnahme.
Der FCK-Trainer warnt jedoch, die Begegnung in der Veltins-Arena auf den Auftritt des bosnischen Rekord-Internationalen zu reduzieren. „Wir spielen weiterhin gegen den Tabellenführer“, sagt Lieberknecht am Freitag im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen S04. Das sei das „Hauptthema“, und zwar „ob mit Edin Džeko oder ohne Edin Džeko“.
Gegen die Knappen werde es „ein sehr scharfes und intensives Spiel“, vermutet der Lauterer Coach. Für seine Mannschaft werde es daher darauf ankommen, „viele zweite Bälle“ zu erobern, tief zu verteidigen und immer wieder zu versuchen, „Nadelstiche zu setzen“. Die Taktik spiele dagegen nur „eine untergeordnete Rolle“. Viel wichtiger sei es, „eine hohe Bereitschaft, eine Zweikampfintensität in der Luft und am Boden mitzubringen“ und „uns dagegen zu stemmen“.
Die Basics abrufen
In der Partie „gegen den Tabellenersten müssen die Basics abgerufen werden“, fordert Lieberknecht. Das sei seinem Team beim 3:1-Sieg gegen Hannover 96 am vergangenen Sonntag „herausragend gut“ gelungen. Nun müsse seine Elf das auch auswärts zeigen.
Doch in der Fremde läuft es für Kaiserslautern bei weitem nicht so gut wie auf dem heimischen Betzenberg. Aktuell liegt der FCK in der Heimtabelle vorne, während auswärts nur zwei Siege in acht Spielen heraussprangen.
Sollte am Sonntag Auswärtserfolg Nummer drei gelingen, würde Lieberknecht zuvor einiges in Kauf nehmen. „Ich hoffe, es wird ein ganz schlechtes Spiel von uns“, meint der gebürtige Bad Dürkheimer, fügt aber erklärend hinzu: „… das wir mit drei Punkten beenden.“