Ex-Schalker in Topform: Wird Schuler zur Gefahr für S04?

Der FC Schalke startet in Berlin in die Rückrunde und trifft dabei auf einen besonders motivierten Ex-Spieler. Luca Schuler will mit Hertha gegen seinen früheren Klub ein Ausrufezeichen setzen.
Wenn der FC Schalke 04 am 17. Januar im Berliner Olympiastadion in die Rückrunde startet, trifft der Tabellenführer nicht nur auf einen direkten Aufstiegskonkurrenten – sondern auch auf einen Stürmer, der ausgerechnet gegen seine früheren Klubs gerne trifft: Luca Schuler.
Der 26-Jährige hat sich bei Hertha BSC in der Hinrunde in den Vordergrund gespielt. Fünf Ligatore in zwölf Einsätzen, dazu zwei Treffer beim deutlichen 6:1 im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern – Schuler gehörte zu den Gesichtern der Berliner Erfolgsserie vor der Winterpause. Nun wartet mit Schalke ausgerechnet ein Klub, bei dem er selbst schon spielte: 2020 lief er für die U23 der Königsblauen auf.
Schuler macht keinen Hehl daraus, dass er vor diesem Duell besonders motiviert ist. „Das sind die Spiele der Wahrheit“, sagt der Hertha-Stürmer mit Blick auf den Rückrundenauftakt. Und weiter: „Wir gehen da nicht rein und wollen erstmal gucken, wir wollen jedes Spiel gewinnen. Das ist unser Anspruch.“ Für die Berliner geht es schließlich um mehr als nur einen guten Start – mit nur wenigen Punkten Rückstand auf die Aufstiegsränge zählt gegen Schalke jeder Zähler.
Warnsignal für Schalke: Hertha-Stürmer Schuler will seine Serie fortsetzen
Auch sportlich spricht derzeit vieles für den Angreifer. Nach einer Verletzungspause hat Schuler an mehreren Stellschrauben gedreht, um wieder in Bestform zu kommen. „Wir haben etwas angepasst, bei der Ernährung und bei der Art und Weise, zu trainieren“, erklärt er. Weniger Kraft, mehr Ausdauer, dazu die nötige Spielpraxis – ein Rezept, das bislang aufgeht. „Spielfitness bekommst du nur über Spiele“, sagt Schuler, der seine Chancen zuletzt konsequent nutzte.
Für Schalke kommt erschwerend hinzu: Schuler hat ein Faible dafür, gegen frühere Vereine zu treffen. Schon gegen Kaiserslautern war er in Liga und Pokal erfolgreich – nun will er auch gegen Königsblau nachlegen. Mit einem Augenzwinkern kündigte er an: „Ich hätte nichts dagegen, wenn es gegen Schalke so weitergeht.“
Für Schalke bedeutet das: Der Auftakt in Berlin wird nicht nur sportlich, sondern auch emotional anspruchsvoll. Ein formstarker Ex-Spieler, ein ambitionierter Gegner und ein Stadion unter Flutlicht – bessere Zutaten für einen echten Kracher gibt es kaum.