Schalke justiert nach: Wie Muslic die Mission Aufstieg plant

Vor dem Start in die Rückrunde geht der FC Schalke 04 als Tabellenführer in die heiße Phase der Saison. Trainer Miron Muslic setzt dabei auf einen klaren Plan, vermeidet aber große Aufstiegsparolen.
Der FC Schalke 04 geht als Herbstmeister der 2. Bundesliga in die Rückrunde – und trotz Tabellenführung bleibt Trainer Miron Muslic bewusst auf dem Boden. Ruhe kehrt am Berger Feld nicht ein, im Gegenteil: Die Königsblauen nutzen die Winterphase gezielt, um entscheidende Stellschrauben zu drehen.
Die Zahlen sprechen für sich: Schalke stellt die stabilste Abwehr der Liga, offensiv hingegen ist noch Entwicklungspotenzial vorhanden. Genau dort setzt Muslic an. „Wir haben sehr viel investiert in der Defensive“, betonte der Coach gegenüber RUHR24 – um im nächsten Schritt nachzulegen: „Aber wir wissen auch, dass wir offensiv einen Gang höher schalten und besser performen können.“ Die Marschroute ist klar: Auf dem vorhandenen Fundament soll mehr Durchschlagskraft entstehen.
Statt ins Trainingslager zu fliegen, trainiert Schalke im winterlichen Gelsenkirchen. Die Entscheidung ist bewusst gefallen, um sich an Bedingungen zu gewöhnen, die auch zum Rückrundenstart herrschen. „Auf Schalke haben wir gute Bedingungen, der Rasen ist grün“, sagte Verteidiger Timo Becker gegenüber der WAZ.
Trotz Herbstmeisterschaft: Schalke verzichtet auf Aufstiegsparolen
Trotz Herbstmeisterschaft vermeidet Muslic das große Wort. „Wir sind gut beraten, unseren Weg aus den vergangenen Monaten fortzusetzen und von Spiel zu Spiel zu schauen“, erklärt er. Auch Becker mahnt zur Gelassenheit: „Wir sind noch weit weg vom Aufstieg, auch wenn sich das als Herbstmeister blöd anhört.“ Der Aufstieg ist präsent, soll aber nicht zur Belastung werden.
Ein zentraler Hebel für die Rückrunde ist die Personallage. Rückkehrer wie Christian Gomis und Zaid Tchibara erweitern die Optionen, weitere Profis stehen kurz vor dem Comeback. „Mein größter Wunsch ist, dass wieder Spieler aus unserem Kader zurückkehren“, sagt Muslic. „Dann haben wir Optionen, dann haben wir wieder Intensität im Training und Konkurrenzkampf.“ Genau dieses Feuer habe Schalke zu Saisonbeginn ausgezeichnet.
Externe Verstärkungen sind aktuell kein Muss. Vielmehr setzt der Trainer auf Feinjustierung im Offensivspiel und auf eine eingespieltere, variablere Mannschaft. Die Botschaft an der Spitze der Liga ist eindeutig: Wer die Mission Aufstieg erfolgreich gestalten will, darf sich nicht auf dem Erreichten ausruhen – sondern muss den nächsten Entwicklungsschritt gehen.