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Trotz Tabellenführung: Schalke-Legenden warnen vor der Rückrunde

Mousa Sylla, Finn Porath und Kenan Karaman
Foto: IMAGO

Der FC Schalke geht als Tabellenführer in den Rückrundenstart und hat beste Chancen auf den direkten Wiederaufstieg. Doch mit Klaus Fischer und Simon Terodde mahnen zwei Schalke-Legenden eindringlich zur Vorsicht.


Die Hinrunde des FC Schalke 04 ist sportlich nahezu ideal verlaufen. Mit 37 Punkten gingen die Königsblauen als Tabellenführer und Herbstmeister in die Winterpause. Doch trotz der starken Ausgangslage mahnen zwei prägende Figuren der jüngeren und älteren Vereinsgeschichte zur Vorsicht: Klaus Fischer und Simon Terodde.

Fischer, Schalkes Rekordtorschütze und jahrzehntelange Identifikationsfigur, zieht grundsätzlich ein positives Fazit der ersten Saisonhälfte. Besonders angetan zeigte er sich im Legenden-Talk vom Trainer: Miron Muslic sei für ihn „das Highlight“ der Hinrunde. Bereits zuvor hatte Fischer betont, der Coach habe „alles im Griff“ – vor allem im Umgang mit jungen Spielern, denen er nicht nur Chancen verspreche, sondern sie auch tatsächlich einsetze.

Gleichzeitig warnt Fischer jedoch davor, sich von der Tabellenführung blenden zu lassen. Die Niederlage zum Abschluss der Hinrunde bei Eintracht Braunschweig (1:2) sieht er nicht als Folge körperlicher Überlastung. „Das soll mir keiner erzählen“, stellt Fischer klar und verweist darauf, dass Schalke keine Mehrfachbelastung durch Pokal- oder Europaspiele hatte. Vielmehr könne sich im Unterbewusstsein etwas eingeschlichen haben: „Schalke ist ein Reizwort“, sagte Fischer – und genau das mache die Rückrunde gefährlich. Als Spitzenreiter werde man nun doppelt gejagt.

Fischer und Terodde mahnen Schalke zur Wachsamkeit

Ähnlich vorsichtig äußert sich Simon Terodde. Der ehemalige Kapitän und Aufstiegsheld verfolgt seinen Ex-Klub inzwischen als TV-Experte, erkennt aber klare Warnsignale zum Jahresende. In den letzten Spielen vor der Pause seien die Schalker „auf dem Zahnfleisch gegangen“, erklärte der Zweitliga-Rekordtorschütze im Bild-Podcast Stammplatz.

Gerade nach der Niederlage in Braunschweig habe man gemerkt, dass vielleicht der Moment gekommen sei, „an dem du sagst: ‚Boah, es reicht jetzt‘“. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Bedingungen in der Rückrunde andere sein werden: „Es wird kälter, die Plätze werden tiefer“ – und die Gegner hätten sich längst auf Schalke eingestellt.

Unterm Strich ist die Botschaft beider klar: Die Ausgangslage ist hervorragend, der Weg zurück in die Bundesliga aber noch lang. Oder wie es aus beiden Perspektiven sinngemäß klingt: Tabellenführer zu sein ist ein Vorteil, eine Garantie für den Aufstieg jedoch nicht.