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Wirbel um Ex-Schalker: Transfer zu Revier-Rivalen gescheitert

Yusuf Kabadayi
Foto: IMAGO

Schalkes ehemaliger Youngster Yusuf Kabadayi stand kurt vor einem Transfer zum VfL Bochum. Kurz vor der Unterschrift platzte der Deal wegen seiner persönlichen Vorgeschichte.


Yusuf Kabadayi hätte nach einem Jahr beim FC Augsburg zurück ins Revier wechseln sollen – doch der Transfer zum VfL Bochum platzte in letzter Minute. Der Offensivspieler, der in der vorletzten Saison auf Leihbasis beim FC Schalke 04 spielte, stand kurz vor der Unterzeichnung eines Einjahres-Leihvertrags ohne Kaufoption. Sogar der FC Augsburg hatte zugestimmt, Teile seines Gehalts zu übernehmen. Doch der Deal kam nicht zustande.

Grund dafür seien Bedenken wegen Kabadayis persönlicher Vorgeschichte, wie die WAZ berichtet. Der 21-Jährige saß zu Beginn dieses Jahres in U-Haft, nachdem die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelt hatte. Das Verfahren wurde später eingestellt bzw. mit einem Strafbefehl wegen Körperverletzung beendet. Zudem hatte Kabadayi während seiner Schalke-Zeit für Aufsehen gesorgt, als er wenige Tage nach dem Angriff der Hamas auf Israel einen pro-palästinensischen Post auf Instagram veröffentlichte, den er kurz darauf wieder löschte.

Sportlich gilt Kabadayi als vielseitiger Offensivspieler. „Yusuf kombiniert einen robusten Körper mit einer guten Technik und großer Torgefahr“, sagte Thomas Reis, sein damaliger Schalke-Trainer.

Transfer gescheitert: Ex-Schalker Kabadayi wechselt nicht nach Bochum

Der Youngster durchlief alle Jugendmannschaften des FC Bayern und spielte unter anderem in der UEFA Youth League. In der Saison 2023/24 auf Leihbasis bei Schalke kam er auf 23 Einsätze und erzielte vier Tore. Trotz seines Potenzials konnte Schalke die Kaufoption von zwei Millionen Euro nicht realisieren.

Beim FC Augsburg kam Kabadayi bisher kaum zum Einsatz. Aufgrund anhaltender Knieprobleme musste er sich einer Operation am Außenmeniskus unterziehen, wodurch er für Monate ausfiel. Auch in dieser Saison hat er bislang noch keinen Kaderplatz unter Sandro Wagner ergattert.

Trotz der sportlichen Qualitäten des Spielers entschieden sich die Verantwortlichen des VfL Bochum letztlich gegen den Transfer. Letztlich waren die Bedenken beim VfL so groß, dass ein Transfer nicht mit den Werten des Vereins vereinbar schien, wie die WAZ berichtet.

So bleibt Yusuf Kabadayi vorerst beim FC Augsburg, während seine Rückkehr ins Revier vorerst scheitert – ein bitteres Erlebnis für einen Spieler, der in Schalke-Zeiten als einer der wenigen Lichtblicke in einer schwierigen Saison galt.