Ex-Schalke-Profi Caligiuri ist überzeugt: „Saison kann man abhaken“

Erst vor wenigen Tagen hängte Daniel Caligiuri seine Fußballschuhe an den Nagel. Zuletzt lief der 37 Jahre alte Ex-Profi in seiner Heimat für den FC Villingen auf. Doch dann verkündete er „schweren Herzens“: „Ich habe mich dazu entschlossen, meine aktive Profifußballkarriere zu beenden.“ Eine Laufbahn, die ihn einst auch zum FC Schalke 04 geführt hatte.
Seine letzte Partie bestritt er am 1. Juni 2024 in der Oberliga Baden Württemberg. Villingen gewann mit 3:2 gegen den 1. CfR Pforzheim und stieg anschließend in die Regionalliga Südwest auf. Dort kam Caligiuri jedoch nicht mehr zum Einsatz. Nun ist er als Spielerberater bei der Caligiuri Sports GmbH gemeinsam mit seinem Bruder Marco (40/früher Greuther Fürth, Mainz 05, Eintracht Braunschweig) tätig.
Daniel Caligiuri, der in der Bundesliga auch für den SC Freiburg, den VfL Wolfsburg und den FC Augsburg auflief, bestritt die meisten seiner Begegnungen im Oberhaus für Schalke 04. Insgesamt lief er 372-mal in der höchsten deutschen Spielklasse auf (51 Treffer, 57 Vorlagen).
Mit den Königsblauen stand der Außenbahnspieler 2019 im Achtelfinale der Champions League (2:3, 0:7 gegen Pep Guardiolas Manchester City). Zwei Jahre zuvor erreichte er mit dem Pottklub in der Europa League das Viertelfinale, in dem unglücklich das Aus gegen Ajax Amsterdam (0:2, 3:2 nach Verlängerung) kam. Der heutige Schalke-Profi Amin Younes (31) sorgte damals für den zweiten Treffer der Niederländer.
„Dass wieder richtig was geht“
Seinem früheren Verein fühlt sich Caligiuri weiterhin verbunden. Bei At Broski – die Sport-Show sprach der Ex-Profi über die aktuelle Spielzeit. Der Deutsch-Italiener erinnert sich an den Erfolg zum Auftakt gegen Eintracht Braunschweig (5:1): „Schalke ist mit einem Heimsieg super in die Saison gestartet zu Beginn.“ Die Reaktion auf das Ergebnis habe ihm jedoch gar nicht gefallen: „Dann hat man aber sofort wieder vom Aufstieg geredet, was ein Fehler war.“
Nach rund zwei Drittel der Saison steckt S04 im Niemandsland der Tabelle fest. Die Relegationsränge liegen zwölf (Kaiserslautern) bzw. sieben Punkte (Münster) entfernt. Daher sagt Caligiuri: „Diese Saison kann man abhaken und man muss versuchen, das Bestmögliche herauszuholen und auf die kommende hinarbeiten.“
Für die Zukunft zeigt sich der 37-Jährige jedoch zuversichtlich. „Wenn etwas Ruhe einkehrt und eine festere Vertrauensbasis aufgebaut ist, glaube ich daran, dass wieder richtig was geht“, prognostiziert Caligiuri.