Interviews

Heiko Westermann wollte „unbedingt“ auf Schalke spielen

Heiko Westermann
Foto: IMAGO

Im Podcast „Im Vereinsheim brennt noch Licht“ spricht Heiko Westermann, beim FC Schalke 04 von 2007 bis 2010, über seine durchaus bewegten Karriere. Inzwischen ist der 27-fache deutsche Nationalspieler als Trainer tätig, wo er ebenfalls bei DFB wirkt, als Co-Trainer der U17. Relevant sollen hier nur Heiko Westermanns Aussagen zu seiner Zeit auf Schalke sein, die vergleichsweise kurz, aber aus seiner Sicht intensiv war.


Zu „HW4“, das Markenzeichen in augenzwinkernder Anlehnung an das Kürzel CR9 von Cristiano Ronaldo, wurde der meist als Innenverteidiger eingesetzte Heiko Westermann erst nach seiner Zeit auf Schalke. Dennoch dürften auch Anhänger von S04 ihn inzwischen unter dieser Bezeichnung kennen.

Jenen Heike Westermann, der während seiner Zeit auf Schalke tatsächlich „mittendrin“ wohnte, wie er in einem Podcast erzählt, aus dem Reviersport berichtet. Seine Nachbarn seien in seiner Zeit im Ruhrgebiet Dachdecker oder Fliesenleger gewesen. Ihm habe die besondere Mentalität im Westen Deutschlands gefallen, nicht zuletzt die stimmungsvolle Atmosphäre in der Veltins-Arena, welche er als Gästespieler mit Arminia Bielefeld schon erleben durfte. „Hier möchtest du unbedingt spielen“, ging es ihm da durch den Kopf.

Wenig später wechselte Heiko Westermann tatsächlich zum FC Schalke 04, weil er diese Atmosphäre selbst regelmäßig und als Spieler des Heimteams erleben wollte. Dass er in dieser Zeit mit Schalke 04 in der Champions League spielte, seien besondere Erlebnisse, an die er sich gerne erinnere, wie ebenso an manchen Derbysieg.

Westermann erinnert sich an Trainer Magath

Völlig konträr dazu sind seine Erinnerungen an einen außergewöhnlichen Coach von Schalke. Als er nach Gelsenkirchen kam, hieß der S04-Trainer noch Mirko Slomka, als Westermann ging, hatte er die letzten Zeit unter Felix Magath trainiert.

Unter diesem sei man völlig platt in die Saison gegangen, was sich erst gegen Ende der Spielrunde ausgezahlt habe. Dann sei man merklich fitter gewesen als die meisten Gegner, die aber zu Beginn der Saison die Erschöpfung der S04-Mannschaft ausnutzen konnten. Außerdem sei er in dieser Zeit öfter als sonst verletzt gewesen. Westermann vermutet, dass er unter Magath zu häufig über den optimalen Belastungsgrad habe hinausgehen müssen.

Zu Schalke 04 und zum Hamburger SV, wo er sogar fünf Jahre blieb, habe er heute noch den besten Kontakt von all seinen Ex-Clubs. Die emotionalste Zeit aber sei nicht auf Schalke, sondern beim HSV gewesen – und das nicht im positiven Sinne. Man habe eine schlimme Talfahrt hingelegt, insgesamt elf Trainer verschlissen. Da habe er viele Körner und viel Herz auf dem Platz gelassen.

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