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Rüdiger Abramczik bemängelt Ausdauer der Spieler von Schalke 04

Dominick Drexler
Foto: Getty Images

Gestern stieg wieder das jährliche Traditions-Masters, ausgerichtet von der in Essen ansässigen Fachzeitung Reviersport. Mit dabei auch ein Team des FC Schalke 04, das im Finale den Turniersieg aber RWE überlassen musste. Am Rande des Turniers fragte man die Meinung des früheren Schalker Spielers Rüdiger Abramczik zur Gegenwart seines Clubs ab. Hier die wichtigsten Aussagen.


Von 1973 bis 1980 und noch einmal in der Saison 1987/88 trug Rüdiger Abramczik das Trikot mit dem markanten Wappen des FC Schalke 04, Spitzname: „Flankengott“. Noch heute fühlt er sich seinem damaligen Arbeitgeber verbunden, schließlich ist er in Gelsenkirchen geboren und aufgewachsen, hat schon sehr früh sein Debüt als Profi geben dürfen.

So war er gestern auch als Coach zusammen mit Olaf Thon für die Mannschaft der Schalker beim Traditionsmaster in Mülheim verantwortlich. Dort reichte die Luft der etwas gesetzteren Herren immerhin dafür, ins Finale einzuziehen, wo man den Titel aber knapp verpasste.

Ausreichend Luft, gemeint ist die im Fußball so wichtige Ausdauer, scheinen die aktuellen Kadermitglieder der Zweitligamannschaft von S04 aber nicht zu haben, schätzt Rüdiger Abramczik die Lage ein. „Bis jetzt haben wir immer nur 70 oder 80 Minuten mithalten können und oft noch späte Gegentore bekommen.“

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Abramczik hofft allein auf den Klassenerhalt von S04

Das müsse sich für die Rückrunde ändern, damit man „90 Minuten Gas geben kann“. Sollte es gelingen, die Ausdauer in der kurzen Zeit bis zum Start der Rückrunde zu verbessern – am übernächsten Samstag geht es zu Hause gegen den Hamburger SV – wäre das ein „Riesenvorteil“ gegenüber der Hinrunde.

Positives hat Abramczik allerdings auch anzumerken. So geht er davon aus, dass Marc Wilmots zum Sportdirektor zu bestellen, eine gute Wahl war. Auch, wenn Wilmots nun schon seit 20 Jahren auf Schalke raus sei. „Ein ehemaliger Spieler ist immer gut. Er hat Ahnung vom Fußball.“

Vom Aufstieg noch in dieser Saison zu träumen, davon rät Abramczik allerdings ab. Es könne nur um den Klassenerhalt gehen, der wieder in Gefahr gerate, sollte man die ersten beiden Partien verlieren. Zwar würden im gegenteiligen Fall auf Schalke wieder viele auf den Aufstieg hoffen. Für Abramczik könne es aber nur darum gehen, „da unten rauszukommen“.

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