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„Ich komme jetzt ins beste Stürmeralter“ – Simon Terodde heiß auf die Bundesliga

Simon Terodde
Foto: IMAGO

Ohne seine Treffer würde Schalke 04 wohl auch in der nächsten Saison noch in Liga zwei antreten. Doch zum Glück für den Revierklub bewies der 34-Jährige seine Fähigkeiten als Torjäger auch bei den Knappen. 30 Spiele, 30 Treffer: Das ist die eindrucksvolle Bilanz des 1,92 Meter großen Mittelstürmers, der sich vorstellen kann, bei der WM in Katar für die DFB-Auswahl anzutreten.

Beim Interview mit „Sport 1“ zeigt sich Terodde immer noch beeindruckt von der großen Aufstiegsparty auf Schalke. „Die letzten Tage waren wirklich sehr intensiv“, erklärt der 34-Jährige. Nun benötige er „erst einmal Urlaub“. Die 20.000 Fans bei den Feierlichkeiten in Gelsenkirchen haben ihn schier überwältigt. Er sei „regelrecht erschrocken“ über die Begeisterung und die Leidenschaft der Anhänger: „Das ist einfach unglaublich. Das war ein wunderschöner Tag.“ Aber es sei auch für ihn und seine Mannschaftskollegen klar, dass „noch ein paar Tage nötig sein (werden), bis wir diese verrückte Saison verarbeitet haben“.

Der gebürtige Bocholter hat bereits eine Menge erlebt. Ob für den 1. FC Köln, den VfB Stuttgart oder auch den Hamburger SV, seine Tore hat er überall erzielt. Dass in dieser Saison der Aufstieg mit Königsblau gelingt, sei nicht unbedingt zu erwarten gewesen, meint er. „Es war auf jeden Fall der schwierigste. In Köln […] da war der Aufstieg Pflicht. Wir hatten hier auf Schalke eine komplett neue Mannschaft.“

Bereit für die WM

Die Aufgabe in Liga eins werde nicht einfacher, glaubt Terodde. Um nicht gleich wieder abzusteigen, „brauchen wir dazu nun noch weitere Qualität“. Er ist sich sicher, dass der Revierklub „auf jeder Position Verstärkung gebrauchen“ könne. „Das ist definitiv so.“ Sein eigener Vertrag auf Schalke endet im Sommer 2023. Doch an ein Karriereende verschwendet der 34-Jährige noch keinen Gedanken. Er wolle „noch ganz, ganz lange“ spielen, denn er „komme jetzt ins beste Stürmeralter“. Der Mittelstürmer beteuert: „Dass ich tatsächlich topfit bin, habe ich in dieser Saison gezeigt.“

Auch einer Teilnahme an der WM in Katar ist er nicht abgeneigt. Sollte Bundestrainer Hansi Flick einen Angreifer benötigen, „der vorne drin steht und Tore macht, […], dann stehe ich natürlich bereit“. Behält Terodde auch im Oberhaus seinen Torinstinkt, ruft Flick ihn vielleicht doch noch an.