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Bleibt Itakura auf Schalke? Das sind die Bedingungen

Kou Itakura
Foto: Getty Images

Ko Itakura ist bereits jetzt einer der ganz großen Gewinner der Saison. Der 25 Jahre alte Innenverteidiger beeindruckt nicht nur mit seiner Zweikampfstärke, sondern auch als Torschütze. Allein sein Treffer beim 3:0 gegen den 1. FC Heidenheim begeisterte nicht nur die Fans der Königsblauen. Der Japaner ließ beim zweiten Schalker Tor zwei Gegenspieler ins Leere laufen und vollendete eiskalt in Manier eines Weltklassestürmers.

Wenig verwunderlich, dass kein Verantwortlicher beim Revierklub auf die Fähigkeiten des 25-Jährigen verzichten möchte. Doch der Nationalspieler ist nur bis zu diesem Sommer von Premier-League-Klub Manchester City ausgeliehen. Damit Itakura auch in den nächsten Jahren im Schalker Trikot aufläuft, müsste Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers (45) tief in das Portemonnaie des Klubs greifen und dem amtierenden englischen Meister rund sechs Millionen Euro überweisen. Gut angelegtes Geld, doch für einen Verein, der finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet ist, ist die Summer nicht einfach aufzubringen.

Geld durch den Verkauf Harits?

Sollte der Tabellenführer der 2. Bundesliga auf der Schlussgeraden noch den direkten Wiederaufstieg verspielen, scheint eine Verpflichtung des Japaners nahezu ausgeschlossen. Entscheiden müssen sich die Verantwortlichen um Sportdirektor Rouven Schröder (46) und Sportvorstand Peter Knäbel (55) bis zum 16. Juni 2022. Das gab jetzt die „Sport Bild“ bekannt. An diesem Tag endet eine Klausel im Leihvertrag über eine Kaufoption über fünf Millionen Pfund. Nach aktuellem Kurs wären dies etwas mehr als sechs Millionen Euro. Im vergangenen Sommer hätte Schalke 04 Itakura aufgrund des günstigeren Wechselkurses sogar für etwa 5,8 Millionen Euro bekommen.

Allerdings war zum Zeitpunkt der Verpflichtung noch ungewiss, wie gut sich der Japaner bei den Knappen zurechtfinden würde. 27 Einsätze in der 2. Bundesliga, davon 26 in der Startelf, sowie vier Treffer sprechen eine eindeutige Sprache. Der 25-Jährige ist aus dem Abwehrzentrum der Königsblauen nicht mehr wegzudenken.

Um die Ablösesumme zu stemmen, hofft Rouven Schröder auf einen Verkauf von Amine Harit. Der 24 Jahre alte Marokkaner ist derzeit an Olympique Marseille ausgeliehen. Mit einem Jahresgehalt von gut fünf Millionen Euro würde er bei einer Rückkehr das Gehaltsgefüge der Schalker sprengen. Da aber auch möglichen Abnehmern die finanzielle Situation auf Schalke nicht unbekannt ist, könnte sich der Poker um Harit noch Monate hinziehen. Keine guten Voraussetzungen für einen Kauf Itakuras.