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Schalke-Edelfan mit überall bekanntem Banner kehrt in die Stadien zurück

Schalke 04
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Die Begrenzungen bei der zugelassenen Zuschauerzahlen in den Stadien des Profifußballs sinken immer mehr. Das bewegt nun auch einen weit über Schalke 04 hinaus bekannten „Edelfan“ dazu, wieder ins Stadion zu den Partien der Schalker zurückzukehren. Die WAZ zeichnet ein kleines Porträt des fußballbegeisterten Mannes aus Rheinalnd-Pfalz.

Rund 250 Kilomter Luftlinie liegen zwischen Gelsenkirchen und der Heimat von Michael Malmer, dem kleinen Römberg-Dudenhofen im Südwesten der Republik. Dudenhofen? Da dürfte es bei vielen, die entweder selbst häufig in der Veltins-Arena zugegen sind oder Spiele des FC Schalke 04 im TV verfolgen, schon klingeln. Denn mit „Dudenhofens Sohn“ ist jenes Banner beschriftet, welches Malmer seit etlichen Jahren so lange in der Veltins-Arena und in den Stadien, in denen Schalke auswärts antrat, aufhängte, bis die Pandemie den Zugang zu den Spielen einschränkte und zeitweise unmöglich machte.

Der eingefleische Schalke-Fan, der schon in seiner Kindheit von Königsblau verzaubert wurde, hat seit der Saison 1997/98 immer sein Banner dabei und besucht nach eigenen Angaben etwa 90 Prozent aller Schalke-Spiele. So lange eben, bis die Pandemie dazwischen kam. Seitdem verzichtet Malmer auf Stadionbesuche, bzw. einmal hat er es versucht, als nur wenige Hundert Zuschauer zugelassen waren. Darauf hat er aber dann wieder verzichtet, denn er benötige die Atmosphäre eines wenigstens nahezu vollen Fußballstadions, um das Spiel und sein eigenes Treiben genießen zu können.

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Bekanntes Banner ab sofort wieder dabei

Nachdem jetzt aber wieder eine 75-prozentige Auslastung der Stadien erlaubt ist, wird sich auch Malmer wieder auf den weiten Weg machen, um sein Banner bei den Spielen mit Schalker Beteiligung zu präsentieren. Auch in Bezug auf die Dekoration kehrt also ein weiteres Stück Normalität zurück in den Fußball.

Fan ist Malmer übrigens nicht nur von Schalke 04, sondern auch der deutschen Nationalmannschaft. So präsentierte er sein sehr breites Banner sogar beim WM-Finale 2014 im Maracana einer riesigen Weltöffentlichkeit. Dieses, verrät der zweifache Familienvater, ist übrigens deshalb so breit, weil es noch zu Zeiten des Parkstadions entworfen wurde. Und damals hätten Fanbanner deutlich mehr Platz zur Entfaltung gehabt, als es in den Arenen modernerer Prägung der Fall ist. Mehrfache Versuche, sein Banner zu entwenden, konnte er zudem verhindern. Genau das wird er ab sofort auch wieder tun müssen – neben dem Umstand, ein volles Schalker Stadion mit seinem äußerst bekannten Banner wieder schmücken zu dürfen.