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Kolasinac: Verhältnis des Teams zu Gross ist in Ordnung

Christian Gross
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Rückkehrer Sead Kolasinac hat jenen Berichten widersprochen, die von Zweifeln unter den Spielern an Christian Gross berichteten. Dieser hatte Lücken im Wissen über die Spieler der Gegner offenbart und – vielleicht noch schlimmer für sein Standing im Team – die eigenen Spieler mit fehlerhaften Namen benannt.

Gepaart mit dem mangelnden sportlichen Erfolg seit der Ankunft von Christian Gross (1 Sieg, 1 Remis aus 8 Spielen) war im Umfeld die Sorge erwachsen, dass die Spieler aus all diesen Gründen ihrem Trainer nicht mehr richtig folgen würden. Auch, dass Gross zu Protokoll gab, selbst am meisten über seine Namens-Fauxpas gelacht zu haben, bedurfte es wohl einer Klarstellung aus dem Team heraus.

Das übernahm gestern Sead Kolasinac, als er mit diesen Gerüchten aufräumte. Im Gespräch mit der WAZ widersprach er einem eventuellen Bruch zwischen Team und Trainer deutlich. Vielmehr sei das Verhältnis ein „sehr enges“. Der Trainer spreche viele Dinge klar an, sei damit eine echte Hilfe für die Mannschaft. Sportlicher Erfolg ist dennoch weiterhin Mangelware beim FC Schalke 04.

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Team stehe weiter hinter Trainer Gross

Das bringt Experten wie Matthäus dazu, eben jenen Christian Gross recht deutlich zu kritisieren. Als Schalke 1:2 gegen den 1. FC Köln verloren hatte, war der Weltmeister dem Schweizer vor, die Dinge „zu beschönigen“. Doch dagegen wehrte sich Gross eindeutig:

„Er ist einer von vielen Experten. Ich schätze sehr, was er als Fussballer erreicht hat. Schauen Sie: Es ist immer einfach, aus der Distanz etwas zu sagen. Aber ich versuche mich grundsätzlich mit optimistischen Menschen zu umgeben. Ich spüre schnell, wenn jemand pessimistisch ist. Und von solchen Menschen distanziere ich mich.“

Feststeht, dass Gross definitiv nur bis zum Ende dieser Saison auf Schalke bleiben, wird, auch im unwahrscheinlichen Fall des Klassenerhalts. Bleibt für die Fans des S04 zu hoffen, dass Gross deshalb nicht frühzeitig zur lame duck wird und das Team tatsächlich, wie von Sead Kolasinac behauptet, weiter hinter ihm stehe und ihm folge.