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Trainingsabbruch! Zoff zwischen Naldo und Ibisevic

Vedad Ibisevic
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Die Nerven liegen offenbar blank im Kader des FC Schalke 04. Beim gestrigen sonntäglichen Training kam es zum angeblich handgreiflichen Konflikt zwischen Co-Trainer Naldo und Stürmer Vedad Ibisevic. Daraufhin wurde das Training komplett abgebrochen. Angesichts des Absturzes auf den letzten Tabellenplatz gibt es nun also auch noch internen Zoff.

Im Prinzip ist das im auch im Profifußball gar nicht so ungewöhnlich. Man denke an die Watschn, die einst Bixente Lizarazu Lothar Matthäus im Training verpasste. Und an viele vergleichbare Szenen. Jetzt hat es also auch beim FC Schalke 04 einmal gekracht. Was immerhin zeigt, dass die Situation an den Profis nicht spurlos vorübergeht. Dass es aber mit Naldo und Vedad Ibisevic ausgerechnet die zwei erfahrensten Profis bzw. Ex-Profis im Kader waren, denen die Nerven durchgingen, lässt tief blicken, wie sehr der andauernde fehlende sportliche Erfolg an den Nerven zerrt. Ähnlich emotional, wenn auch in eine andere Richtung, hatte ja Mark Uth nach dem 0:2 gegen den VfL Wolfsburg reagiert, als er vor den TV-Kameras zugab, das er am liebsten „nur noch weinen möchte“ angesichts der Chancenlosigkeit seines Teams auf dem Platz.

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Baum und Naldo im Zoff mit ihren Spielern

Was der konkrete Auslöser der Auseinandersetzung war, wurde in den Medien nicht bekannt gemacht. Das ist im Prinzip auch unerheblich.

Schwerer wiegt da der Umstand, dass der Konflikt von Cheftrainer Manuel Baum als so dramatisch empfunden wurde, dass er die Einheit gleich komplett abbrach. Das wiederum könnte seinen Grund darin haben, dass sich die ausgewechselten Spieler vom Vortag schon in der Kabine mit Manuel Baum angelegt haben sollen. Die Vereinsführung wollte Nachfragen zu einem solchen Konflikt nicht beantworten.

Fakt ist: die Mannschaft lebt. Ob sie aber auch noch als Einheit agiert und mit dem ja immer noch recht neuen Trainer sowie Co-Trainer an einem Strang zieht, darf nach diesen Konflikten bezweifelt werden. Was die Aussichten Schalkes, den drohenden Abstieg in dieser Saison noch abzuwenden, nicht unbedingt verbessert. Mit inzwischen 24 Spielen in Folge ohne Sieg rückt man sogar immer näher an den Uralt-Negativrekord von Tasmania Berlin heran. Deren 31 Spiele in Folge ohne Sieg schienen auf ewig festzustehen. Nun muss man sich immer ernsthafter Sorgen um das Team des FC Schalke 04 machen, wie die gestrigen Vorfälle unterstreichen.