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Neururer erwartet Schalke im Abstiegskampf

Peter Neururer
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Der Ex-Schalke-Trainer Peter Neururer meldet sich immer mal wieder zu Wort, wenn es um seinen früheren Club geht. Aktuell ist zwar Sommerpause, doch Vielredner Peter Neururer weiß trotzdem etwas zu Schalke 04 zu sagen – und das ist nichts Gutes.

Denn der inzwischen nur noch als TV-Experte tätige Neururer erwartet den Club, den er von April 1989 bis November 1990 trainierte, in der kommenden Saison im Keller der Tabelle. Hatte man in der vergangenen Saison noch von einer guten Hinrunde profitiert und geriet niemals ernsthaft in Abstiegssorgen, erwartet der Marler genau dies für die nächste Runde. Das dürften die meisten Schalke-Fans zwar nicht gerne hören, aber ungefähr so wohl auch selbst schon länger geahnt haben. Bekanntlich muss Schalke (nicht nur) wegen der Corona-Krise an allen Ecken und Enden sparen. Geld für Verstärkungen ist kaum da, auch wenn man eventuell einen neuen Torhüter vom SC Freiburg verpflichten wird. Und was der verbliebene Kader zu leisten imstande ist, hat er ja in der vergangenen Rückrunde unter Beweis gestellt.

Neururer schwört alle Schalke-Sympathisanten auf eine harte, kommende Saison ein: „Träumereien von Europa gehören komplett ad acta gelegt. Man muss nun realistische Ziele äußern, das war in den vergangenen Jahren häufig das Problem.“

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Neururer trainierte Schalke in der 2. Bundesliga

Gleichzeitig findet Peter Neururer auch lobende Worte, nämlich für Sportvorstand Jochen Schneider. Der mache es richtig, dass er die Erwartungen enorm dämpfe – und damit eine realistische Vorgabe mache. Sportlich, findet Neururer, liege dieser Kader nämlich am Boden. Und somit sei auch nichts anderes zu erwarten, als dass man unten reinrutschen werde. Mit anderen Worten: Neururer erwartet echten Überlebenskampf. Und der kann bekanntlich auch schiefgehen, siehe HSV, Stuttgart und andere in den letzten Jahren.

Dann könnte der FC Schalke 04 eventuell wieder dort landen, wo Peter Neururer ihn einst trainierte, nämlich in der 2. Bundesliga. Dort bewahrte Neururer den Club vor einem Abstieg in eine noch tiefere Klasse, musste dann aber nach rund anderthalb Jahren wieder gehen. Heute lebt er in Gelsenkirchen und äußert sich – wie hiermit wieder geschehen – gerne zu den Belangen und Vorkommnissen in seinem zweitliebsten Club. Fan ist Peter Neuruer nämlich eigentlich vom 1. FC Köln, was man in Gelsenkirchen gerne galant übersieht.