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Schalke gründet Frauenabteilung – mit Start in der Kreisliga

Veltins Arena
Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Ganz oben angreifen will man mit diesen Plänen offenbar nicht. Dennoch ist es eine gute Nachricht, dass auch in stürmischen Zeiten etwas Neues beim FC Schalke 04 ensteht: eine Frauenfußball-Abteilung. Schon zur neuen Saison geht es los.

Leider neuen Abteilung wird Bodo Menze werden, was der Club bereits in der vergangenen Woche verkündete. Die erste Mannschaft soll dabei in der Kreisliga B antreten und wird somit nur auf lokale Gegner treffen. Von der Bundesliga ist man damit weit entfernt, in der aktuell so Clubs wie der VfL Wolfsburg, der FC Bayern München oder in Kürze Eintracht Frankfurt, deren Teil der 1. FFC Frankfurt wird, den Ton angeben.

Dazu kommt ein Team der Altersklasse U17. In den folgenden Saisons sollen dann weitere Teams aufgebaut werden. Damit folgt man auch Forderungen, die Freundinnen und Freunde des Frauenfußballs schon öfter erhoben haben. Dass sich nämlich auch jene Männer-Bundesligaclubs um den Frauenfußball kümmern sollten, bei denen das bislang nicht der Fall ist.

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Statt Bundesliga erstmal Kreisliga

Wie beim Sportbuzzer zu lesen ist, will der Club hier nachhaltig etwas aufbauen. Dies soll also kein Strohfeuer werden, das schon bei den ersten Misserfolgen erlischt.

Trotz großer Finanznot wird man sich ein Kreisliga-Team wohl leisten können, das voraussichtlich überhaupt keine Gehälter zahlt, vielleicht ein wenig Punktprämien. Welche Spielerinnen die Farben des FC Schalke 04 demnächst auch im Frauenfußball vertreten werden, ist zur Stunde alllerdings noch völlig offen. Interessentinnen dürfte es genug geben. Trotz aller Aufs und Abs hat der Club schließlich bei echten Fußballanhängerinnen und -anhängern kaum an Strahlkraft verloren, auch, wenn die Zeiten schon mal besser waren.

Man wolle damit sein Angebot im Breitensport erweitern – und sicher auch ein wenig etwas für sein ramponiertes Image tun. Die clubeigenen Basketballer, die in der Zweiten Bundesliga spielten, waren schon dem Sparzwang zum Opfer gefallen. Für voraussichtlich sehr kleines Geld erweitert man aber nun wieder sein Angebot als Sportverein, der man schließlich immer noch ist.