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Nübel-Berater kritisiert Schalke wegen Fahrer-Entlassung: „Kreisliga-Niveau“

Jochen Schneider
Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images

Stefan Backs ist der Berater des scheidenden Alexander Nübel. Backs nahm die Posse um die Entlassung von 24 altgedienten Fahrern auf Schalke, weit auszuholen mit seiner Kritik am Vorgehen des Vereins.

Mit seinen Worten auf der Webseite seiner Internet-Agentur dürfte Backs den Nerv vieler Schalke-Fans treffen. Dort kritisierte er, dass einerseits die Spieler zum Gehaltsverzicht gebeten werden. Vorgeblich auch, um schlechter bezahlten Mitarbeitern auf Schalke den Job zu sichern. Andererseits kündigt der Club nun 24 meist langjährigen Fahrern, die im Jugendbereich tätig waren, allesamt Geringverdiener in dem Club.

Da könne man nur noch wenig Hoffnung darauf haben, dass sich durch die Corona-Krise etwas im Profifußball ändern werde. Und Backs wurde noch deftiger: „Es macht zudem deutlich, dass einige Vereine in Sachen Kommunikation auf Kreisliganiveau agieren. Wenn überhaupt.“

Harte Worte, die für einigen Widerhall in den deutschen Medien sorgten. Die Spieler würden schlicht nicht wollen, dass ihr Geld zweckentfremdet werde, denn für genau solche Leute wie die Minijobber im Fahrdienst von Schalke sei deren Gehaltsverzicht gedacht gewesen.

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Berater von Nübel teilt aus

Doch auch der Club äußerte sich zum Thema und zwar in Person von Jochen Schneider. Er stand im Rahmen der Übertragung des Spiels Schalke 04 – Bayer Leverkusen bei sky am Mikro Rede und Antwort.

Schneider führte aus, dass es betriebswirtschaftlich voll vertretbar sei, diese Dienste an einen externen Anbieter zu vergeben. Zudem sei man in Gesprächen mit allen 24 bisherigen Mitarbeitern, um diese anderweitig im Verein tätig bleiben könne. Insofern werde das viel zu sehr aufgeblasen, denn für alle von ihnen versprach Schneider eine gute Lösung und somit weiteres Einkommen vonseiten des FC Schalke 04. Vielleicht hat wirklich so mancher Außenstehender in seiner Kritik am Club überzogen. Es passte aber nur zu gut ins schwache Bild, dass der Club zuletzt auch mit seiner „Härtefall-Affäre“ abgab, dass man ein wenig seine soziale Identität verloren hat.